Yin und Yang- die beiden Grundkräfte des Lebens
Nahezu alles auf der Welt hat einen notwendigen Gegenpol. Denken wir einmal an Himmel und Erde, an Tag und Nacht oder an Ebbe und Flut. Es gibt so viele Dinge, die ohne einander nicht existieren können. Das ist genau was, was das Prinzip nach Yin und Yang widerspiegelt - eine der Grundlehren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Yin und Yang - zwei entgegengesetzte Kräfte, die im Einklang miteinander stehen. Sie sind absolut gleichwertig und regulieren sich gegenseitig. Ohne Yin kann Yang nicht existieren, und ohne Yang Yin nicht. Dies zeigt sich auch durch die beiden Punkte auf der Gegenseite: Ein Rest der anderen Polarität ist immer noch vorhanden und somit kommt das eine nicht ohne das andere aus.
Die dunkle Yin-Hälfte steht für die Nacht, die Kälte, die Ruhe, die Stabilität und die Struktur. Die helle Yang-Hälfte symbolisiert den Tag, die Wärme, die Beweglichkeit und die Aktivität.
Die Linie zwischen beiden Polen ist bewusst geschwungen, da es sich um kein statisches Gleichgewicht, sondern eine dynamische Balance handelt. Mal ist Yin stärker, mal ist Yang stärker. Die beiden Pole kompensieren sich automatisch. Kann allerdings das Gleichgewicht nicht mehr erreicht werden, so entsteht nach der Lehre der TCM Krankheit.
Nach diesem Schema werden Krankheiten in der TCM diagnostiziert und behandelt. Krankheiten mit Yin-Charkater sind u.a. mit Kälte, Blässe und Frieren verbunden, Krankheiten mit Yang-Charakter zeigen Symptome wie Hitze, Fieber, Entzündungen und Rötungen.
Achten wir in unserem Alltag auf Yin und Yang, werden wir erkennen, dass beide Phänomene immer zusammen auftreten. Auf eine Tiefphase folgt eine Hochphase. Nach viel Aktivität benötigen wir Ruhe.
Hierzu passt auch der Slogan meiner Website: Die schönste Harmonie entsteht durch Zusammenbringen der Gegensätze (Heraklit)
Christina Koch