Qi - die Wurzel der Traditionellen Chinesichen Medizin
Das chinesische Schriftzeichen für das Wort Qi zeigt einen mit Reis gefüllten Topf, aus dem Dampf hinauf steigt. Nahrung und Luft, das sind zwei Quellen, aus denen das lebensspendende Qi entsteht.
Der chinesische Begriff kommt der deutschen Übersetzung „Lebensenergie“ am nächsten. Neben der Energie, die aus der Nahrung und der Luft entsteht, gibt es eine dritte Form, das sogenannte Ursprungs-Qi. Dieses wird uns genetisch mitgegeben und in den Nieren gespeichert. Daher spielen die Nieren in der Krankheitslehre der Chinesischen Medizin eine große Rolle.
Mit dem Wort Qi bringt die Medizin folgende Eigenschaften in Verbindung: Lebendigkeit, Dynamik, Bewegung und Veränderung. Im Körper fließt die das Qi durch die sogenannten Meridiane, welche nicht sichtbar sind, im Verlauf jedoch den Nervenbahnen ähneln. Nach den Vorstellungen der TCM definiert der freie und ausreichende Fluss des Qi die Gesundheit.
Die Zugangspunkte zu den Meridianen sind die Akupunkturpunkte und liegen oft an Nervenenden, Blutgefäßen und/ oder Lymphgefäßen. Mit Hilfe dieser Punkte wird die Energie - durch Setzen von Nadeln oder durch manuelle Techniken wie Drücken oder Kneten - im Körper optimal verteilt.
Christina Hillenbrand